Fast wie bei Feuersteins

Wenn alle ausgetobt und hungrig von der Jagd durch den Wald zurückkommen, gibt’s zwar keinen Brontoburger wie bei Familie Feuerstein, die mit ihren abenteuerlich steinzeitlichen Zeichentrickgeschichten Millionen von Fernsehzuschauer fesselte, doch im Garten wartet der Barbecue-Grill darauf, dass Glut in ihm entfacht wird und bald schon Leckereien auf dem Rost brutzeln.

Ab in die Bäume

„Yabba-Dabba-Doo“ jubeln dann nicht nur die Kinder, wenn ihre Würstchen endlich fertig sind und sie damit im nächsten Baumhaus verschwinden können, um ihre Mahlzeit zu verspeisen und abenteuerliche Geschichten zu erfinden.

Beständigkeit der Gene

Auch viele Ernährungswissenschaftler plädieren mittlerweile für die „Steinzeit-Ernährung“. Bereits vor ungefähr 1,5 Millionen Jahren begannen die Menschen mehr und mehr Fleisch zu verzehren. Seit etwa 700.000 Jahren gehen sie planmäßig auf die Jagd, und seit rund 100.000 Jahren ist Homo Sapiens ein perfekter Jäger. Wahrscheinlich bestand dessen Nahrung überwiegend aus Fleisch - hinzu kamen Wildgemüse und Obst. Knochenfunde belegen den guten Gesundheitszustand dieser Jäger und Sammler. Und sie zeigen, dass sich die genetische Ausstattung des Menschen über den weiten Zeitraum kaum verändert hat.

Von der Steinzeit geküsst

Wir tragen als moderne Menschen des 21. Jahrhunderts also immer noch die „Steinzeitgene“ in uns. Sie wollen zu ihrem Recht kommen. Weniger in Zeichentrickfilmen, mehr in der Lust, endlich mal wieder durch die freie Natur zu pirschen, in der Vorliebe für das Brutzeln am offenen Feuer und in dem Appetit auf ein gutes, schmackhaft gegrilltes Stück Fleisch, ummantelt von herzhafter Marinade mit vielen Kräutern.

 

Geschrieben von Brigitte Neumann