Fit in den Frühling - Bewegung ist gesund

Der Frühling hält Einzug und jetzt sieht man sie wieder, die unermüdlichen Jogger, die jeden noch so kleinen Sonnenstrahl nutzen, um sich draußen auszupowern. Gut für die Figur wäre das ja, mögen Sie sich dabei denken, und überlegen sich, ob Sie sich der allgemeinen Frühlings-Fitness-Welle auch anschließen sollten. Und dabei geht es nicht nur darum, äußerlich eine gute Figur zu machen. Auch vom medizinischen Standpunkt her tun Sie Ihrem Körper damit etwas Gutes.

Bewegen wir uns zu wenig, dann trocknen die Gelenkknorpel aus und werden rissig. Die Konsequenz: Bei jeder Bewegung kann Knorpelmasse abgerieben werden. Durch mangelnde Bewegung entsteht also ein Gelenkverschleiß.

Auch der Kreislauf muss durch Bewegung aktiviert werden. Geschieht das nicht, wird zum Beispiel das Blut schlecht zum Herzen zurück transportiert, dann entstehen zuerst Krampfadern und danach erschlaffen der Herzmuskel und die Muskulatur in den Blutgefäßen. In der Folge können Herzmuskelschwäche und Bluthochdruck entstehen, woraus sich möglicherweise wieder weitere Krankheiten entwickeln.

Bewegung stoppt also Krankheiten oder hält sie zumindest auf. Dies gilt auch für die Gefäßverkalkung, den Bluthochdruck und einen erhöhten Cholesterinspiegel. Auch die Psyche kann mit regelmäßiger Bewegung aufgehellt werden. Sogar eine Angsttherapie können Sie durch regelmäßigen Ausdauersport besser unterstützen als z. B. mit Entspannungsübungen.

Aber: „Mehr Sport machen“, das sagt sich immer so leicht und das Aufraffen fällt dann trotzdem schwer. Aber eigentlich wollen Sie ja nicht MEHR SPORT MACHEN, sondern LEICHTER UND GESÜNDER LEBEN. Sport ist also nur das Mittel zum Zweck. Wenn Sie sich das auf diese Weise überlegen, dann finden Sie doch sicher auch auf der Stelle fünf Gründe, weshalb Sport für Sie gut wäre. Ein paar Beispiele:

  • Sie wollen zu Fuß in den fünften Stock laufen ohne zu japsen.
  • Sie wollen eben schnell zum Bäcker gehen, ohne danach durchgeschwitzt zu sein.
  • Sie wollen, dass der tolle Rock aus dem letzten Urlaub wieder passt, oder dass Sie in dem schicken Kleid gut aussehen.
  • Sie wollen mit Ihrem Sohn oder Ihrer Enkelin herumtoben können.
  • Sie möchten einfach jeden Tag in die Natur gehen, um sie zu genießen und die Veränderungen zu spüren.

Denken Sie darüber nach, dass Menschen ursprünglich dazu angelegt worden sind, aktiv zu sein. Dass jedes Organ, jedes noch so kleine Blutgefäß, jedes Lungenbläschen, jeder Muskel und jeder Knochen Ihres wunderbaren Körpers die Bewegung braucht.

Wenn Sie jetzt auch schon überlegen, wo Sie denn Ihre Sportschuhe verstaut haben, sollten Sie die folgenden Tipps noch lesen, bevor Sie lossprinten:

Wenn man sportlicher werden möchte, steht an erster Stelle, die Ausdauer zu verbessern. Denn Ausdauer braucht man im täglichen Leben, beispielsweise um Treppen zu steigen oder Einkaufstüten zu tragen. Und sie ist Grundlage für jede Sportart: Sie befähigt Ihren Körper, die vorhandene „Puste“ und Energie ökonomisch einzusetzen und sie nicht gleich auf den ersten Metern aufzubrauchen.

  • Trainieren Sie nur so stark, dass Sie sich dabei noch unterhalten können und nicht zu sehr außer Puste geraten. Gerade am Anfang neigt man dazu, sich zu überfordern. Dies aber schadet dem Körper und nimmt die Lust fürs nächste Mal.
  • Laufen, fahren oder schwimmen Sie sich erst einmal eine Runde warm, oder gehen Sie fünf Minuten flott, bevor Sie richtig loslegen.
  • Trinken Sie viel nach dem Training. Das ist wichtig, um die Milchsäure aus dem Muskel herauszuschwemmen, der dann zu Muskelkater führen könnte.
  • Halten Sie als Anfänger Ihre Ausdauerbewegung über vier bis sechs Wochen durch, erst dann zeigt sich eine entscheidende Leistungsverbesserung.
  • Vergessen Sie die Erholungsphasen nicht. Laufanfänger sollten auf einen Sporttag zwei Erholungstage folgen lassen.

Trainieren Sie pro Woche mindestens 60 Minuten, besser zweimal 30 Minuten als einmal 60 Minuten. Und dann gibt es nur noch eines: viel Spaß dabei!

 

16. bis 31. März 2007 Aktualisiert am 22.2.2011

© Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V. (LZG) 

Text: Dr. Beatrice Wagner, Redaktion: Birgit Kahl