Alle Jahre wieder – dem Weihnachtsstress entgehen

Zwar liegen schon seit September Lebkuchen und Dominosteine in den Regalen der Supermärkte und erinnern uns an die kommenden Festtage. Aber dann steht wie jedes Jahr Weihnachten doch wieder überraschend flott vor der Tür – und man hat immer noch nichts vorbereitet und auch noch kein einziges Geschenk besorgt. Für viele Menschen bedeutet die Vorweihnachtszeit, die doch eigentlich besinnlich und gemütlich sein soll, Stress pur.

 Ein bisschen „Stress“ gehört eigentlich in die Adventszeit. Wie stark Sie die Vorbereitungs- und Organisationsarbeiten aber tatsächlich belasten, hat viel mit Ihnen selbst zu tun. Langes Warten an der Kasse ist beispielsweise für viele Menschen ein Auslöser für negativen Stress. Obwohl diese untätig vor der Kasse verbrachte Zeit vergleichsweise kurz ist, stresst sie uns, weil wir nicht warten können. Was uns durch den Kopf geht muss immer gleich befriedigt werden. Mit dem Alter wird diese Ungeduld eher noch ausgeprägter. Machen Sie es doch einmal bewusst anders: Entdecken Sie die Langsamkeit als Chance, um das Leben intensiver wahrzunehmen. Auch wenn Sie sich anfangs zur Gelassenheit zwingen müssen: Bewusstwerden und Achtsamkeit im Alltag sind generell gute Mittel gegen Stress jeder Art.

Zudem gibt es noch einige Tipps gegen Stress speziell für die Weihnachtszeit:

  • Die meisten Situationen lassen sich durch eine frühzeitige gute Planung regeln: Setzen Sie sich gemeinsam mit Ihrer Familie an den Tisch. Besprechen Sie Ihre Vorstellungen, wie Sie Weihnachten verbringen möchten und suchen Sie nach einem Kompromiss. Die Weihnachtstage sollten eine Mischung aus festlichen Zusammentreffen und eingeplanten Ruhezeiten sein. Auf diese Weise kommt keine Hektik auf.
  • Delegieren Sie Aufgaben, damit jeder an der Weihnachtsgestaltung seinen Anteil hat. Der eine kümmert sich um den Baum, der andere um das Essen, der dritte um die Einladungen usw. So hat jeder aus der Familie oder der Partnerschaft eine Aufgabe, die Verantwortung wird verteilt und niemand überfordert.
  • Das gilt auch, falls Sie alleine wohnen und an den Feiertagen Besuch empfangen. Es ist heutzutage möglich, die Gäste auch mit kleinen Aufgaben zu betrauen. Wer könnte früher kommen und beim Schmücken und Dekorieren helfen? Wer macht einen besonders guten Nachtisch und könnte diesen von zuhause mitbringen? Weihnachten soll schließlich für jeden schön sein!
  • Wenn Ihnen kurz vor Weihnachten trotzdem alles über den Kopf zu wachsen scheint, dann greifen Sie zu einem Trick aus dem Geschäftsleben. Erstellen Sie eine Aufgabenliste. Was ist denn alles noch zu tun? Schreiben Sie es auf, dann haben Sie alle Aufgaben schön übersichtlich vor sich auf einem Blatt Papier. Das alleine wirkt schon einmal entlastend, weil Sie jetzt keine Angst mehr haben müssen, dass Sie etwas vergessen könnten. Das Abhaken der erledigten Punkte motiviert. Außerdem können Sie so mit dem Terminkalender die Tage und die Uhrzeiten für die geplanten Erledigungen festlegen. So sehen Sie auch, ob alle Aufgaben zeitlich noch zu schaffen sind, oder ob Sie einzelne Termine absagen müssen.
  • Optimal ist, wenn Sie alle Geschenke bereits früh zusammen haben. Wenn es in diesem Jahr noch nicht geklappt hat mit dem rechtzeitigen Einkauf, dann überlegen Sie sich, was Sie noch im Internet bestellen könnten. Vielleicht kommt auch ein Gutschein für eine kleine Reise, einen Ausflug oder ein schönes Abendessen gut an.
  • Und wenn Sie dieses Jahr trotz aller guten Vorsätze erschreckt am 23. Dezember auf den Kalender schauen, weil noch so viel zu tun ist, dann machen Sie sich den schönen Satz „Nobody is perfect“ zu eigen. Immer alles perfekt machen zu wollen, ist nämlich auch ein starker Stressfaktor. Machen Sie sich bewusst, dass Sie schon einiges geschafft haben, indem Sie für jedes Versäumnis vier Dinge aufschreiben, die Sie in der Weihnachtsplanung richtig gemacht haben.

 

Sie finden diesen und weitere Ansagetexte auch auf der Homepage der LZG unter www.gesundheitstelefon-rlp.de. Unsere Adresse: Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V. (LZG), Hölderlinstraße 8, 55131 Mainz, Telefon 06131 / 20 69 0.

 

16. bis 31. Dezember 2008

© Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V. (LZG) 

Text: Dr. Beatrice Wagner, Redaktion: Birgit Kahl