Immer mehr Menschen ernähren sich auf die Schnelle. Fast-Food-Ketten, Pizza- und Dönerstände, Schnellimbisse jeder Art laden dazu ein, den kleinen oder großen Hunger nebenbei zu stillen. Ein Ernährungspsychologe gar weist darauf hin, dass diese Art der Ernährung alle Nährstoffe bieten könne, die der Körper braucht. Man esse, wann man gerade Hunger verspüre, müsse sich keinem (familiären) Rhythmus anpassen und gewinne damit individuelle Freiheit.

 Leben ist Rhythmus

Gegen Essen nur nach Lust und Laune spricht die Erkenntnis, dass regelmäßige und ausgewogene Mahlzeiten Gesundheit und Wohlbefinden fördern. Unternehmensberater empfehlen zur Förderung der Leistungsfähigkeit einen ansprechenden Speiseplan und ein einladendes Ambiente der Firmenkantinen. Managern wird geraten, vor den Mahlzeiten eine meditative Pause einzulegen, um in Ruhe speisen zu können.

Gemeinsam statt einsam

Doch allein essen macht selten Spaß. Wo gekocht und gemeinsam gegessen wird, geschieht mehr als nur Nährstoffaufnahme. Gespräche finden statt und Beziehungen werden geknüpft oder erhalten. Wie bei jedem guten Essen kommt es auch da auf den Input an. Einander achten, füreinander offen sein, mit anderen teilen – und alle weiteren Werte, die eine Gemeinschaft fördern, stärken jede gemeinsame Essensrunde. Wer die Spielregeln des guten Umgangs miteinander schon am Esstisch gelernt hat, trägt sie unweigerlich hinein in die Gesellschaft. Das tut allen gut.

Es haben gesagt 

Alles wirkliche Leben ist Begegnung. Martin Buber

Wer nicht genießt, wird ungenießbar. Konstantin Wecker

Essen ist menschlich, verdauen göttlich. Mark Twain

Viele Menschen haben das Essen verlernt - sie können nur noch schlucken.
Paul Bocuse



Autorin: Brigitte Neumann